Schreibprojekte managen

Man ist friedlich am Schreiben – und plötzlich kommt einem eine Idee. Zu gut zum Vergessen, aber man schreibt doch schon an etwas anderem. Wer kennt und hasst es nicht?

Tatsächlich arbeite ich immer gleichzeitig an zwei bis drei Projekten. Im Moment veröffentliche ich Erbin der Zeit 3 (die Leseprobe findest Du übrigens hier), kümmere mich um die Testleserbefragung für Tanz von Schatten und Asche und schreibe Sieben dunkle Kronen.

Das macht mich nicht zu einem Übermenschen oder so, nein, ich bin nicht mal besonders organisiert. Ich habe mir einfach mal in großer Langeweile einen Zeitplan erstellt und bist jetzt funktioniert alles, als dachte ich, ich helfe Dir dabei, Deinen eigenen Plan zu erstellen.

Allerdings gibt es bei diesem Zeitplan einen Grundsatz, der meiner Meinung nach nie gebrochen werden darf: Man darf niemals an zwei Büchern auf einmal schreiben.

Und los geht’s:

1.Prioritäten setzen

Was sollte man zuerst schreiben, den Thriller oder die Werlöwen-Horrorkomödie mit dystopischen Elementen? Ich bewerte nicht, wie gut welche Idee ist, aber die Größe des potentiellen Publikums spielt eine entscheidende Rolle. Man sollte zuerst eine möglichst große Leserschaft ansprechen. So kommen Leser wieder, denen der Thriller gefallen hat und sehen sich wegen des Autors auch andere Bücher an, die sie sonst nicht interessiert hätten.

Außerdem sollte man Trends beachten. Im Moment sind ja Dystopien sehr beliebt. Wenn Du also eine Dystopie und eine Liebesgeschichte schreiben willst, schreib zuerst die Dystopie. Wer weiß, wie lange die noch so beliebt sind? Liebesgeschichten kann man veröffentlichen, wann man will, die bleiben immer beliebt, aber das gilt nicht für alle Genres. Man muss sich also auch mit dem Markt beschäftigen.

Der letzte Aspekt, den man dabei beachten sollte, ist, wie weit man die Projekte geplant hat. Was weiter vorangeschritten ist, kommt zuerst.

Und wenn alles auf ein Manuskript hindeutet, aber man irgendwie nicht zufrieden ist, geht man eben nach Gefühl, das ist am wichtigsten, sonst kann man sich gar nicht auf das Buch konzentrieren.

So, wir haben ein Schreibprojekt ausgewählt. Jetzt … schreiben wir es. Falls dabei Schwierigkeiten auftreten, und oh, das werden sie, habe ich hier die Reihe: Schritt für Schritt zum eigenen Buch, um ein bisschen zu helfen.

2.Multitasking

Wenn das nun fertig ist, kommt das Überarbeiten (Reihe: Überarbeiten) und jetzt geht es los: Wir multitasken! (Hier bitte dramatische Weltuntergangsmusik)

Jetzt zeichnest du dir zwei bis drei Spalten auf ein Blatt, schreibst an der Seite längs hinunter alle Monate hin und trägst zum Beispiel in Spalte eins bei fünf Monaten ein, dass du an Projekt XY schreibst. Währenddessen überarbeitest du ein anderes Projekt und trägst es bei der zweiten Spalte ein. Wenn es noch etwas gibt, nimmst Du die dritte Spalte.

Wichtig ist nur, dass du nie zwei Mal die gleiche Sache (zum Beispiel Schreiben und Schreiben) in zwei verschiedenen Spalten hast, sonst kommst Du durcheinander. Falls Du zu den Leuten gehört, die zwei Bücher zur gleichen Zeit schreiben können, ziehe ich meine Lesebrille vor dir.

Neben dem Zeitplan hilft eine Monatliche/Dreimonatige/Halbjährliche/You-see-where-this-is-goingliche To-Do-Liste. Ich empfehle besonders die für drei Monate, da dies auch die Zeit ist, die ich für die meisten Überarbeitungs- und Planungsprojekte in meinen Zeitplan eintrage und dann passt das so schön.

Das klingt jetzt organisierter als ich bin, von daher: Mein Zeitplan ist ein in die Hälfte gefaltetes Blockblatt, das mit Bleistift beschmiert wurde. An der Seite habe ich ein Auge gezeichnet. Die To-Do-Liste ist auf meinem Handy.

Ich schreibe mir dann jedenfalls so 10 bis 20 Ziele auf und wenn ich die Hälfte bis zum Ende des Quartals schaffe, bin ich stolz auf mich.

Einfach, nicht? Ja, ich weiß, an der Umsetzung hapert es. Aber keine Angst, es gibt eine Lösung: Einfach machen! Überarbeite zwanzig Seiten und schreib den Rest des Tages. Rechne aus, wie viele Wörter zu am Tag schaffen musst, um in einer gewissen Zeit fertig zu sein und setz dir diese Zahl als Tagesziel. Schau, was du tun musst, um deine Ziele zu erreichen und tu es. Ich würde jetzt gern die ultimative Lösung anbieten, aber leider war es das auch schon. Und mit einem Shia LaBeoufschen ‚Just Do It‘ verabschiede ich mich auch mal.


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