Wie man plottet

Wir haben einen Handlungsort, wir haben Charaktere. Super … Und was jetzt?

Ich werde Dir nicht sagen, was Du beim Plot selbst beachten musst, es kommen nämlich noch Beiträge über Tipps für Anfang, Hauptteil und Ende, aber in diesem Beitrag soll es darum gehen, wie man überhaupt Ideen bekommt und wie man sie verketten kann.

Ideen zu bekommen, ist eine sehr subjektive Sache. Es gibt kein ‚Rezept‘, das einen nur so vor Kreativität strotzen lässt. Aber dass man auf die Ideen warten muss, stimmt nicht! Man kann durchaus etwas machen.

Erstmal: Eine Welt und Charaktere solltest Du fertig haben. Wenn nicht, hier sind Tipps für Worldbuilding und Tipps zum Schreiben von guten Charakteren.

Das haben wir also fertig. Jetzt kannst Du dich einfach der Tagträumerei hingeben. Figur XY spaziert durch Welt XYZ. Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte? Der von mir ‚passiver Anfang‘ genannte Anfang könnte hier liegen. XY tut nichts selbst, doch etwas geschieht, dass ihn zum Handeln zwingt. Zum Beispiel wird seine Schwester entführt. Sein Haus niedergebrannt. Such etwas, das deinem Hauptcharakter wichtig ist und nimm es ihm weg (weil Autoren nun mal diabolisch sind.)

Möchtest Du einen aktiven Anfang verwenden, musst Du etwas finden, dass XY unbedingt haben/tun will und ihn damit beginnen lassen. Vielleicht will er mal ans Meer, wohnt aber im hohen Norden? Dann auf nach Süden! Aber verdammt, XY wird überfallen und als Sklave verkauft! Wie schafft er es nur raus?

Du siehst, nach dem aktiven Anfang muss meistens auch ein passiver geschehen (im Beispiel wäre das der Angriff von Sklavenhändlern), da sich niemand freiwillig durch die Gefahren einer gesamten Heldenreise quält, wenn es keinen Anlass gibt. Hier wäre der Anlass der Wunsch Freiheit.

Die beste Möglichkeit, an Ideen zu kommen, ist nun mal Tagträumen. Und vergiss nicht, alles, wirklich alles, so dumm es Dir auch vorkommt, aufzuschreiben. Kauf Dir ein schönes Noitzbuch, eröffne ein Dokument, in das du alles hineinschreibst und hol dir eine App-Die App ColorNote zum Beispiel lässt sich auf verschiedenen Geräten synchronisieren, sodass Du vom Handy und Tablet aus zugreifen kannst und deine Notizen automatisch gesichert sind.

Gut, jetzt haben wir ein paar Plotpunkte, nur wie verketten wir sie? Gerade bei einer komplizierten Geschichte ist das oft nicht so einfach. Deshalb werden wir jetzt kreativ. Schnapp dir ein großes Blatt Papier und schreibe die Namen aller wichtigen Charaktere an der linken Seite auf. Wer am gleichen Ort startet, kommt auf einen Fleck, wer ganz woanders ist kommt in die untere Ecke, weit weg von den anderen. Jetzt malst du Linien quer übers Blatt, wenn die Charaktere sich treffen, kreuzen sich die Linien, wenn nicht, bleiben sie auseinander.

Achtung, Mathe: Die Y-Achse ist der Ort, die X-Achse die Zeit, die in der Geschichte vergeht.

An die Linien kannst Du dir Notizen schreiben, wie sie reisen, warum usw.

Wenn Du nicht viel mit Zeichnungen anfangen kannst, solltest du deine Geschichte einfach kurz zusammenfassen, ganz nüchtern und ohne Spannungsaufbau. Du schreibst diese sogenannte Outline ja für Dich und nicht für den Leser. Später hilft Dir diese vielleicht beim Exposee (dazu gibt es bald auch einen Beitrag) , also nicht löschen.

 

Sie dir auch meine vorangehenden Beiträge Wie man gute Charaktere schreibt und Tipps: Worldbuilding an!

 

Ein Gedanke zu „Wie man plottet

  1. Pingback: Der Anfang des Buches | Xenia Blake

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