Wie man den perfekten Konflikt schafft (Achtung Sarkasmus)

Du hast lose Szenenfetzen und Charaktere im Kopf, aber Dir fehlt der Konflikt und somit der eigentliche Plot? Dann bist Du hier richtig. Ich erkläre die elegantesten Wege, eine Story in Deine Story zu kriegen.

1. Der böse König

„Seit tausenden von Jahren herrscht der dunkle König Evilix über das Land, denn niemand wagte es, sich seinen tödlichen Soldaten entgegenzustellen. Niemand, außer einer Gruppe Protas, die jedes Mal damit durchkamen, weil sie eben noch ein Stück besser waren, als Evilix‘ Soldaten.“

Die Bedrohung soll mächtig sein, also ist ein König perfekt dafür. Da es allerdings per se keinen Grund gibt, einen König abzusetzen, der nichts Schlimmes tut, und es auch schwer ist, ihn tatsächlich Böses tun zu lassen, musst Du dem Leser auf andere Weise zeigen, was für ein pöhser, pöhser Mann Evilix doch ist. Zum Beispiel könnten die Ernten zurückgehen und Tiere sterben, weil seine dunkle, unspezifische Macht das Reich von jetzt gleich durchdringt. Ist ja logisch: Sobald die Krone seinen Kopf berührt, gibt sie seine dunkle Macht ins Pflanzenreich ab.

Jetzt gilt es für die Protas, Evilix zu besiegen, wofür ein antikes, magisches Relikt benötigt wird, dessen Macht auch nicht so recht geklärt ist. (Wenn Du dafür keinen Kelch nimmst, bist du überhaupt Autor?)

Wichtig ist, dass der Leser weder über die bösen noch über die guten Mächte Bescheid weiß. Wo wäre denn die Spannung hin, wenn man genau wüsste, welche Kraft gegen welche antritt?

2. Die dunkle Macht

Wenn sich eine dunkle Macht im Norden zusammenbraut, Missernten und Dürren hervorruft und das Land zerstört, ohne überhaupt Präsenz zu zeigen, hast du alles richtig gemacht. Wie wir wissen, fürchten Menschen das Unbekannte, das, was sie nicht verstehen.

Dem Leser sollte also völlig unverständlich sein, wie die Macht der Bösen überhaupt zustande kommt und wie weit diese geht. Gerade wenn er glaubt, es verstanden zu haben, muss die böse Seite eine neue, vorher unbekannte Kraft zweigen, die den Leser noch einmal alles anzweifeln lässt. Dies versetzte den Leser in die gleiche Lage wie den Protagonisten, wodurch er sich ihm näher fühlt.

3. Böse Verwandte

Wäre der Höhepunkt des Buches nicht noch viel epischer, wenn der Prota gegen jemanden antreten müsste, den er kennt? Mit dem er vielleicht sogar … verwandt ist? Und wäre es nicht noch viel, viel epischer, wenn er das erst am Ende herausfindet? Dieser ungewöhnliche Twist wird den Leser vom Hocker hauen, versprochen!

Wichtig ist nur, dass der Prota eine möglichst ungewöhnliche Familiengeschichte hat. Ich rede von verloren geglaubten Tanten, geheimen Geschwistern, vermeintlichen Verwandten, die doch keine waren … Je mehr, desto besser.

4. Kommunikation

Wenn du einen Konflikt benötigst, aber deine Charaktere sich nun mal grade einig sind, sorge für ein Missverständnis, das einen Streit lostritt. Aber Vorsicht: Die Figuren dürfen nie mit der Sprache rausrücken. Da das Problem auf Kommunikation beruht, könnte es auch sehr leicht durch diese gelöst werden. Also: Je weniger Worte, desto besser. Allein schon, sich gegenseitig ausreden zu lassen, könnte dem Konflikt schaden, sorge also lieber dafür, dass deine Charaktere mitten im Satz wütend hinausstürmen, wie man es auch in echten Auseinandersetzungen tun sollte.

 

Nachdem ihr nun hoffentlich zu dem Schluss gekommen seid, dass das keine guten Ratschläge sind, kann ich nur sagen: Gebt Figuren entgegengesetzte Ziele und Motivationen und lasst sie aufeinandertreffen, dann dürften gute Konflikte ganz von allein entstehen. Solange es für die Protas immer etwas zu erreichen oder durchzusetzten gibt und jemand gegen sie arbeitet, bleibt es spannend, dafür ist kein plötzlicher Twist über die Herkunft der Figuren oder über die Macht des Bösen nötig.

Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, ich konnte helfen. Wer möchte, kommt hier zum ersten Teil meiner Reihe Erbin der Zeit, eine Leseprobe findet ihr dort auch.

 


Ein Gedanke zu “Wie man den perfekten Konflikt schafft (Achtung Sarkasmus)

  1. Magie ist das deus ex machina des kleinen Mannes. ^^ selbst in unsere Welt ist Magie immer noch ein Thema. In Büchern ist es eben greifbarer. Alcemie die Magie erzeugt ist das einfachste. Magie durch dämonische Gesellen die andere. Auch sollte man nicht plump vorgehen mit Logic. Das z.b ein Dämon eine Person aus einer anderen Dimension ist den man gerufen hat und der einfach nur ein 0815 Büro Angestellter ist.

    In einen alten film den ich als kind geschaut habe war kostete Magie Lebenskraft die Person wurde schnell älter und so war deren suche ein jungbrunnen natürch war die Person böse.

    Gefällt 1 Person

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